Ich schreibe diesen Artikel in dem vollen Bewusstsein, dass es „das Softwareunternehmen an sich“ nicht gibt. Die Aufgaben, für die Software gedacht ist, sind ganz offensichtlich unendlich unterschiedlich.

Wie man sich als Unternehmen oder Privatperson eine Software beschafft, das variiert: von komplexen langjährigen Lizenzverträgen, bei denen allein schon die Aushandlung Jahre dauert, bis hin zu einem simplen Klick zur Nutzung einer kostenlosen Testversion. Und dazwischen noch eine ganze Menge anderer Optionen.

Doch obwohl diese Fälle sich individuell unterscheiden und jede Option ihre spezifischen Vorzüge hat: In gewissen Punkten gleichen sich Softwarefirmen durchaus.

Viele Softwarehäuser ähneln sich darin, wie sie neue Unternehmungen angehen. Außerdem sind viele mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert, wenn sie beschreiben wollen, was genau sie tun, und wenn sie versuchen, den idealen ersten Eindruck auf Onlinekanälen und vor allem auf ihrer Website abzugeben.

Über die Jahre hin sind uns einige Aspekte immer wieder untergekommen, im Folgenden zu fünf Tipps kondensiert. Es wäre kontraproduktiv, sie mechanisch abzuarbeiten. Vielmehr empfehlen wir, das herauszugreifen, was für die eigenen Belange relevant erscheint.

Diese Liste kann Unternehmen hoffentlich vor den Fehlern bewahren, die uns bei den Onlineauftritten von Softwareunternehmen immer wieder auffallen. Es sind Fehler, die sich höchst negativ auf den Geschäftserfolg auswirken können.

1. Mit einer Marke beginnen

Technologieunternehmen behandeln das Konzept Marke häufig unter „ferner liefen“. Das ist fast immer ein Fehler. Eine Marke definiert, weshalb das Unternehmen besteht und wofür es steht. Zugleich hilft sie den Zielgruppen, sich im doppelten Sinne mit etwas verbunden zu fühlen, was greifbar wird, statt nur ein abstraktes Produkt zu sein.

In diesem Sinne formt eine Marke den nötigen Rahmen für die Kreation einer visuellen Identität und daran anknüpfend einer umfassenderen Onlinepräsenz. Sie wartet mit einer Reihe von Kriterien auf, nach denen die Kreativarbeit zu bewerten ist, sodass nicht einfach „drauflosdesignt“ wird.

Frühzeitig schwierige Entscheidungen bezüglich dessen zu treffen, worum es bei einem Unternehmen konkret geht, erleichtert die späteren Entscheidungen immens. Und was wichtig ist: Den potenziellen Kund:innen bietet man damit ein in sich stimmiges Erlebnis, wann immer sie auf die Unternehmenswebsite kommen, Onlinewerbung sehen, auf eine Landingpage gelangen oder bewusst auf die eine oder andere Weise mit dem Unternehmen interagieren. Dies sorgt für einen echten Unterschied.

2. Für die Inbound-Lead-Generierung optimieren

Bei zahlreichen Softwarefirmen, vor allem SaaS-Anbietern, wird der Marktzugang über Inbound-Leads angetrieben: potenzielle Kund:innen, die ein Onlineformular ausfüllen, weil sie gezieltes Interesse an einem Produkt oder zumindest an weiteren Materialien haben.

Es muss den Zielgruppen so einfach wie möglich gemacht werden, diese Formulare auszufüllen. Jeder Aspekt vom Erreichen der Seite bis zum Eintragen der gewünschten Daten in die Formularfelder muss durchdacht gestaltet sein.

Zu diesem Zweck sind Landingpages erforderlich, vor allem auch der minutiöse Vergleich verschiedener Varianten dieser Seiten, um zu ermitteln, welche am effektivsten funktioniert. Die Formulare sollten dabei auf das Wesentliche reduziert sein, wobei sie aber selbstredend genügend Informationen erfassen müssen, um die genauen Interessen der Leads zu ermitteln. (Beim Evaluieren verschiedener Formulare ist nicht nur die Ausfüllrate wichtig, sondern auch die Frage, wie viele der abgeschickten Formulare in gewinnbringende Geschäftskontakte münden.)

Auch konkrete Calls-to-Action (CTAs) müssen über die Website hin gut sichtbar platziert sein. Wo immer bei Websitebesucher:innen die Frage „Und jetzt?“ aufkommen könnte, gilt es, zur Stelle zu sein. Mithilfe von Klickkarten lässt sich ermitteln, wo User:innen offenbar gern mehr erfahren würden, aber das Gewünschte zurzeit nicht finden. Dies sind Stellen, an denen sich mit CTAs besonders viel erreichen lässt.

3. Benefits in den Mittelpunkt stellen

Vor allem in der Softwarebranche ist diese Unterscheidung essenziell: was ein Produkt leistet und wie es dies tut. Endnutzer:innen achten in der Regel nur auf Ersteres. Auch wenn einige technisches Interesse an Letzterem haben, ist dies für die Kaufentscheidungen meist unerheblich.

Es lohnt sich, einmal zu betonen: Menschen lassen sich schnell davon beeindrucken, wie „smart“ etwas angeblich ist, vergessen dabei allerdings das Wesentliche: inwiefern es wirklich nützlich ist.

Bei allen Texten, bei allen Produktbeschreibungen ist Sorgfalt geboten. Sie sollten auf eine Art und Weise formuliert sein, die dem Bedarf und den Anforderungen der Zielgruppen entgegenkommt. Die Entwicklerperspektive ist hierbei nebensächlich. Auch in diesem Punkt geben viele Softwareunternehmen kein sonderlich gutes Bild ab, insbesondere Start-ups, in deren Reihen besonders viele Tech-Verliebte sitzen.

Dies soll nicht heißen, dass detaillierte technische Produktbeschreibungen keine Rolle spielen würden. Ganz im Gegenteil. Sie sollten nur nicht die Hauptbotschaft sein. Es gilt, sich in die Wünsche und Bedürfnisse auf Nutzerseite hineinzudenken und Texte und Designs anzubieten, die ihnen entgegenkommen.

4. Für den ersten Eindruck gestalten

Die meisten Softwareunternehmen sind nicht sonderlich bekannt. Wer sich an sie wendet, hat normalerweise keine vorgefasste Meinung. Viele der potenziellen Kund:innen haben vermutlich sogar nie von ihnen gehört, bevor der Vertrieb sich telefonisch oder per E-Mail von sich aus meldet.

Wenn die Leute dann den Hörer auflegen und die Website aufrufen (alles andere wäre eine Überraschung), muss der erste Eindruck perfekt auf die Marke zugeschnitten sein. Vermutlich ergibt sich diese Chance nur einmal. Es wird nichts, wenn man denkt, ein schwacher erster Eindruck ließe sich wettmachen oder man könnte im Laufe der Zeit besser werden, als wäre nichts gewesen.

Bei diesem Punkt etwas übers Knie zu brechen und für einen schmalen Taler zusammenzuschustern, kann später umso teurer werden. Wer hingegen in effektvolles, echtes Design investiert, kann dessen Wirkung mit Genuss auskosten.

Falls Kompromisse unumgänglich sind, dann sinnvollerweise bei der Quantität, nicht bei der Qualität. „Klein, aber fein“ ist um Längen sinnvoller als eine ausufernde Masse, in der die potenzielle Kundschaft verloren geht und einen unerfreulichen ersten Eindruck bekommt.


5. In Bildmaterial (auch Videos) investieren

Bisweilen ist Software schwer zu erklären. Sogar ausgehend vom erwarteten Nutzerbedarf kann es eine Herausforderung sein. In vielen Fällen stoßen wir auf abstrakte Konzepte, und das geschriebene Wort müht sich oft vergeblich, auch wenn es aus einer talentierten Feder stammt.

Vor diesem Hintergrund kommen überzeugende Bilder ins Spiel. Für viele Organisationen und deren führende Köpfe ist manch eine Wortwahl schnell bei der Hand, auch wenn es letztlich nicht die treffendsten Worte sind. Bilder und bildhafte Beschreibungen hingegen sind meist nicht ihre Stärke, um es höflich zu sagen. Man muss nur an typische „erklärende“ Architekturdiagramme von Softwareunternehmen denken, um sich das vor Augen zu führen.

Sowohl online als auch offline sollte man die Visualisierung von Produkten unbedingt gedanklich offen und kreativ angehen. Das Zusammenspiel von Wort und Bild bei der Vermittlung der Botschaft will sorgfältig gestaltet sein und die Bildsprache muss so gut wie nur irgend möglich für das Unternehmen sprechen.

Swrve, ein Kooba-Kunde, schafft genau dies auf seinen Produktseiten. Illustrationen, Bilder und (wo sinnvoll) Videos erwecken das Produkt zum Leben und zeigen unterstützend, was seine Vorzüge sind. Das gibt den Zielgruppen bei Websitebesuchen eine besonders klare Vorstellung davon, was das Unternehmen ihnen zu bieten hat.


Lass von Dir hören und wir krempeln die Ärmel hoch, um die beste Onlinelösung für Dein Softwareunternehmen zu finden!

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